Digitaler Videorecorder erkennt Festplatte nicht (H264 DVR CCTV)

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So, nach langer Zeit mal wieder ein kleines Lebenszeichen hier im Blog :)

Durch einen glücklichen Zufall bin ich an ein paar ganz brauchbare Überwachungskameras gelangt. Da es in der Nachbarschaft gelegentlich Probleme mit Randalierern gibt, hatten wir sowieso seit einiger Zeit vor uns einen Satz zuzulegen. Nun hatte ich zwar Kameras, aber keine Möglichkeit die Bilder auch entsprechend aufzuzeichnen.

Also ab zu Ebay und mal geschwind gesucht und für wenig Geld erstmal einen sehr billigen DVR geordert. Diese Dinger gibts zwischen 30 und 50 EUR. Dabei handelt es sich dann um generische Modelle ohne echten Hersteller. Gemeinsam haben die alle, daß die Handelsbezeichnung “DVR264” enthält. Unser Model ein ein KKMOON S388B-EU mit Anschlüssen für insgesamt vier Kameras. Zum Testen soll das erstmal reichen.

Diese Billig-DVRs werden im Normalfall ohne Festplatte geliefert. Da ich hier noch eine 160GB Samsung rumliegen hatte, war das aber weniger das Problem. Also schnell mal die Platte reingeschmissen und Gerät gestartet. ABER: NIX! Festplatte nicht erkannt. Super. Also Festplatte raus, an einen USB zu SATA Adapter und an den Rechner gehängt. Die Platte selbst ist ok. Also rumprobieren. Partitionen gelöscht -> Kein Ergebnis. Platte formatiert (NTFS, FAT) -> kein Ergebnis. Mist.

Bleibt wohl nur ein Firmwareupdate. Dummerweise musste ich hier feststellen, daß es keinerlei Softwareunterstützung vom “Hersteller” gibt. Der Verläufer war zwar bemüht, stellte einen Download zur Verfügung, aber das war auch nur die Software, die auf der CD schon dabei war.

Beleibt also nur umtauschen übrig… ODER man hat ein bisschen Langeweile und probiert mal ein bisschen rum. Da das Gerät eine Netzwerkuntstützung hat und per Weboberfläche erreichbar ist, habe ich mir erstmal die IP besorgt. Nach in bisschen Recherche war klar, daß ein Telnet-login wohl möglich ist. Also versucht und es klappt wirklich!

Erstmal ein bisschen stöbern. Die Kiste läuft also auf Linuxbasis, das ist erstmal nicht weiter überraschend. Die Logs waren weniger auschlussreich und boten nicht mehr Info, als man auch direkt in der Benutzeroberfläche bekommen hat. Doof.

Aber, es gibt ein schönes kleines Tool namens dmesg

ata1: SATA link down (SStatus 1 SControl 310) ata1: EH complete ata1: exception Emask 0x10 SAct 0x0 SErr 0x4000000 action 0xe frozen ata1: irq_stat 0x00000040, connection status changed ata1: SError: { DevExch } ata1: limiting SATA link speed to 1.5 Gbps ata1: hard resetting link

Ok, also der SATA Controller selbst ist also funktional oder zumindest nicht komplett tot. Also vielleicht doch das Kabel? Das hatte ich zwar schon zweimal getauscht, aber ein drittes mal schadet sicher nicht. Also ein fabrikneues Kabel ausgepackt und angeschlossen;

ata1: SATA link up 1.5 Gbps (SStatus 113 SControl 300) ata1.00: HPA detected: current 312579695, native 312581808 ata1.00: ATA-7: SAMSUNG HD160JJ, ZM100-41, max UDMA7 ata1.00: 312579695 sectors, multi 0: LBA48 NCQ (depth 31/32) ata1.00: configured for UDMA/133 ata1: EH complete scsi 0:0:0:0: Direct-Access ATA SAMSUNG HD160JJ ZM10 PQ: 0 ANSI: 5 sd 0:0:0:0: [sdb] 312579695 512-byte logical blocks: (160 GB/149 GiB) sd 0:0:0:0: [sdb] Write Protect is off sd 0:0:0:0: [sdb] Mode Sense: 00 3a 00 00 sd 0:0:0:0: [sdb] Write cache: enabled, read cache: enabled, doesn't support DPO or FUA sd 0:0:0:0: Attached scsi generic sg1 type 0 sdb: unknown partition table sd 0:0:0:0: [sdb] Attached SCSI disk

ES LEBT! Nach einem Neustart wird die Festplatte sauber formatiert. Schon witzig. Die bisher benutzten SATA Kabel funktionieren im Rechner, als auch am USB/SATA Adapter problemlos, im DVR aber nicht. Klingt komisch, ist aber so. Da ich aber kein 1.5m langes SATA Kabel in dem Mini-DVR benutzen will, hab ich erstmal Nachschub geordert.


Kommentare

  1. Christian V

    Hallo! Ich habe auch einen ähnlichen Videorecorder, der nach plötzlich die Festplatte nicht mehr erkennt. Ich hab die Platte – wie du – auch schon formatert. Leider ohne Erfolg. Ich hab leider (kaum) linux-kenntnisse und hätte gerne dein Vorgehen mit dmesg ausprobiert. Linux-Rechner hab ich, ebenso ist die IP vom Recorder bekannt. Wie hast du den Zugriff genau geschafft? (mit ssh?!) Ich wär dir über ein paar Stichworte sehr dankbar.

    Grüße aus Österreich (Bregenz/Bodensee),
    Christian

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